Optimiertes Sauenmanagement für gesündere Ferkel

Optimiertes Sauenmanagement für gesündere Ferkel
Bei der VZ Holterhagen GmbH liegt der Schwerpunkt auf nachhaltiger Sauenhaltung und Ferkelproduktion. Das Unternehmen hat starke Partnerschaften mit regionalen Mastbetrieben aufgebaut und sorgt für eine effiziente Vermarktung der Ferkel. Ziel ist, möglichst viele gesunde und vitale Ferkel zu produzieren. Der aktuelle Erfolg zeigt sich in einer Absetzleistung von 35,85 abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr – ein Beweis für die optimierten Abläufe im Betrieb.
Teamstruktur und Verantwortlichkeiten
Der Betrieb beschäftigt 16 Mitarbeiter, darunter vier Teilzeitkräfte. Die Geschäfte werden von einem geschäftsführenden Betriebsleiter geleitet. Drei Hauptverantwortliche kümmern sich um die Bereiche Deckzentrum, Wartebereich und Abferkelbereich. Zusätzlich gibt es einen Auszubildenden mit der Fachrichtung Tierwirt Schwein. Die Ferkelaufzucht am Hauptstandort wird von zwei Mitarbeitern betreut, während die restlichen Ferkel über Lohnaufzucht und -mast großgezogen werden.
Effiziente Arbeitsabläufe: Der Schlüssel zum Erfolg
Gut strukturierte und organisierte Arbeitsabläufe sind für die VZ Holterhagen GmbH von zentraler Bedeutung. Tägliche Routinearbeiten müssen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens erledigt werden, um den Wochenrhythmus einzuhalten. Verzögerungen können sich negativ auf die Leistung auswirken, daher ist es wichtig, dass der Zeitplan strikt eingehalten wird.
Die Auswirkungen von OptiMum auf die Futtereffizienz
Seit der Installation des OptiMum-Fütterungssystems hat der Betrieb deutliche Verbesserungen in den Fütterungsroutinen erlebt. Morgens und nachmittags können nun mehrere Abteile der Abferkelställe gleichzeitig gefüttert werden – etwas, das vorher nicht möglich war. Das SmartLight-System erleichtert die Überwachung der Futteraufnahme und des Gesundheitszustands der Sauen, und die zeitaufwändige Reinigung der Futtertröge, die zuvor 1,5 Stunden pro Tag in Anspruch nahm, entfällt komplett.
Die Mitarbeiter waren nach der Einführung des Systems angenehm überrascht. Die Bedienung des OptiMum-Systems ist für die meisten deutlich einfacher, und im Stall ist es ruhiger geworden. Die Sauen fressen langsamer, da sie kleinere, genau dosierte Portionen erhalten, was den Mitarbeitern mehr Zeit gibt, sich um die Tiere zu kümmern. Zudem kann eine größere Anzahl von Sauen in kürzerer Zeit gefüttert werden.
Optimierte Futterkurven und Fütterungspraktiken
Die Futterkurve ist sorgfältig auf die verschiedenen Lebensphasen der Sauen abgestimmt. Von der Einstallung bis zur Geburt werden die Sauen mit 3,5 kg Futter pro Tag versorgt, das sich bis zur Geburt auf 2,5 kg reduziert. Ab dem ersten Tag der Laktation startet die Fütterung mit 2,5 kg und wird je nach Zyklus und Kondition der Sau auf bis zu 9 kg gesteigert. Auch die Fütterungshäufigkeit variiert: Beginnend mit zweimal täglich, steigt sie bis zum Absetzen auf fünfmal an.
Verbesserte Futtereffizienz und Gesundheit der Sauen
Obwohl der gesamte Futterverbrauch nahezu unverändert geblieben ist, hat sich die Futtereffizienz deutlich verbessert. Die Sauen nehmen nahezu das gesamte Futter auf, es gibt kaum Verluste. Zudem hat die kontrollierte Fütterung dazu geführt, dass die Anzahl der Totgeburten gesenkt und die Futterverteilung rund um die Geburt optimiert wurde. Dank des OptiMum-Systems wird der Fehlerfaktor Mensch ausgeschaltet und die Futtermenge genauer an das Alter und den Zustand der Tiere angepasst.
Positive Auswirkungen auf die Ferkel
Seit der Einführung von OptiMum wurden auch bei den Ferkeln deutliche Verbesserungen festgestellt. Durch die erhöhte Kolostrumversorgung haben sich die Verluste bei den Saugferkeln verringert, und pro Wurf können durchschnittlich 0,3 Ferkel mehr abgesetzt werden. Das durchschnittliche Absetzgewicht ist um 300 g pro Ferkel gestiegen, was zu einer um 6,3 kg höheren Absetzmasse führt. Zudem sind die Würfe insgesamt homogener, was zu besseren Gesundheits- und Wachstumsraten der Ferkel beiträgt.
Vereinfachte Troghygiene
Dank der kleineren Futterportionen, die das OptiMum-System ausdosiert, bleibt kaum Futter im Trog zurück, das nicht aufgenommen wird. Nur in seltenen Fällen, wenn eine Sau nicht frisst, müssen die Tröge gereinigt werden. Dies reduziert den Arbeitsaufwand für die Hygiene und trägt zu einer saubereren Umgebung für die Tiere bei.
Fazit Die Einführung des OptiMum-Fütterungssystems bei der VZ Holterhagen GmbH hat zahlreiche Vorteile gebracht. Von der verbesserten Futtereffizienz über eine bessere Gesundheit der Sauen bis hin zu robusteren Ferkeln hat der Betrieb erhebliche Fortschritte in Produktivität und Tierwohl erzielt. Henning W. und sein Team haben einen gut organisierten und effizienten Betrieb geschaffen, der die modernen Anforderungen der Sauenhaltung erfüllt und weiterhin die Standards in der Branche setzt.