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Innovative Fütterungsstrategie für gesündere Sauen und Ferkel

"Mit der Kombination von Flüssigfütterung und Fermentation haben wir fast 90 Euro mehr Gewinn pro Sau!"

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Innovative Fütterungsstrategie für gesündere Sauen und Ferkel

Ferkelerzeuger Roland van Asten setzt neue Maßstäbe in der nachhaltigen Sauenhaltung durch den gezielten Einsatz von Futterfermentation. Da das Futter etwa 50 % der Gesamtkosten in der Schweinehaltung ausmacht, hat van Asten die Fermentation genutzt, um nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch die Gesundheit und Produktivität seiner Sauen und Ferkel zu steigern. In den letzten 15 Jahren hat sich seine Hingabe zur Perfektionierung dieser Technik als sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch vorteilhaft erwiesen.

Den steigenden Futterkosten mit Fermentation begegnen

In den letzten Jahren waren Schweinehalter von den steigenden Futterkosten, die durch globale Krisen und klimabedingte Herausforderungen in die Höhe getrieben wurden, schwer betroffen. Zwar haben sich die Futterpreise etwas stabilisiert, doch besteht weiterhin Unsicherheit, da das Risiko zukünftiger Ernteausfälle aufgrund von Dürre und anderen Faktoren besteht.

Um dem entgegenzuwirken, konzentriert sich van Asten darauf, den größten Kostenpunkt in der Sauenhaltung zu reduzieren: das Futter. Durch den Einsatz der Fermentation spart er jährlich über 8% Futter pro Sau – das entspricht etwa 100 kg pro Sau. Diese Einsparungen führen zusammen mit Einsparungen beim Ferkelfutter und besseren technischen Daten auf unserem Betrieb in Neumark zu einem höheren Gewinn von rund 90 Euro pro Sau und Jahr.

Verbesserte Gesundheit und Produktivität

Van Astens Ansatz bietet weit mehr als nur wirtschaftliche Vorteile. Die Fermentation verbessert die Verdaulichkeit des Futters und führt zu gesünderen Sauen und Ferkeln. Die Vorteile sind sowohl in der Trächtigkeit als auch in der Ferkelaufzucht sichtbar. Sauen, die fermentiertes Futter erhalten, nehmen mehr Gewicht zu, bauen mehr Rückenspeck auf und erzielen höhere Geburtsgewichte – entscheidende Faktoren für eine gesteigerte Produktivität. Die Ergebnisse sprechen für sich: Sein Betrieb erzielt 32,4 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr, deutlich bessere Geburtsgewichte und höhere Überlebensraten.

Zusätzlich verbessert die Fermentation die Darmgesundheit der Tiere. Sauen, die fermentiertes Futter erhalten, haben weniger Verdauungsprobleme wie Coli-Infektionen und Entzündungen, was zu einer besseren Milchproduktion und geringeren Verlusten bei den Ferkeln führt.

Präziser Fermentationsprozess

Um optimale Ergebnisse sicherzustellen, setzt van Asten auf einen präzisen Fermentationsprozess mit sechs 25 m³ großen Fermentern im Chargenbetrieb. Der Prozesss ist einfach, robust und weniger arbeitsintensiv. „Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2019 hat es  noch nie eine Fehlfermentation gegeben. Wer ein Flüssigfütterung bedienen kann, kann auch erfolgreich fermentieren“, so van Asten.  Der Grund sind die gute Prozessüberwachung mit den WEDA Fermentationsmodulen, die eingesetzte Starterkultur, sowie die externe Beratung durch die Firma FermCare/Dr Ferm. Dieses System hat es van Asten ermöglicht, sogar sicher Soja zu fermentieren und die fermentierten Komponenten sowohl in das Sauen- als auch in das Ferkelfutter erfolgreich zu integrieren. Dadurch wird eine Balance geschaffen, die die Nährstoffaufnahme verbessert und die Darmgesundheit unterstützt.

Nachhaltigkeit in Aktion

Für van Asten gehen die Vorteile der Fermentation über die Rentabilität hinaus. Sein Ansatz reduziert den Bedarf an Medikamenten, senkt den Nährstoffverbrauch und steigert die Gesamt-Nachhaltigkeit seines Betriebs. Mit Produktionskosten für fermentiertes Futter von 18 Euro pro Sau bietet das System langfristige ökologische Vorteile und ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Strategie für eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Landwirtschaft. Mit Blick auf die Zukunft ist van Asten überzeugt, dass die Fermentation eine entscheidende Rolle im Marketing von nachhaltigen Schweinefleischprodukten spielen wird, da die Verbraucher zunehmend Wert auf umweltfreundliche und gesundheitsbewusste Produktionsmethoden legen.

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