Sanierung des Schweinestalls: Ein Blick hinter die Kulissen bei HeideFerkel

Sanierung des Schweinestalls: Ein Blick hinter die Kulissen bei HeideFerkel
Einer unserer Kunden - ein landwirtschaftlicher Betrieb aus Niedersachsen - hat kürzlich eine umfassende Sanierung ihres Schweinestalls abgeschlossen. Gegründet 1997 durch die Initiative von vier regionalen Landwirten, verfolgt das Unternehmen das Ziel, die Ferkelproduktion professionell und effizient zu organisieren. Der Betrieb hat sich insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der Gs agri und den regionalen Gesellschafterbetrieben ausgezeichnet, die alle innerhalb eines 7-Kilometer-Radius liegen – kurze Wege für die Tiere sind somit garantiert.
Insgesamt werden im Betrieb 1.700 Sauen gehalten, aus denen jährlich rund 60.000 Ferkel hervorgehen. Diese Ferkel werden nach der Absetzung alle acht Wochen an die Gesellschafterbetriebe verkauft, wo sie unter strengen Richtlinien im geschlossenen System weiter aufgezogen und in das regionale Markenfleischprogramm vermarktet werden.
Doch warum dieser Schritt, und wie verlief der Umbau? Wir haben uns mit dem Betrieb unterhalten, um mehr über das Projekt zu erfahren.
Im Sommer 2021 sahen sich die Gesellschafter des Betriebs mit einer schwierigen Situation konfrontiert: Die Schweinebranche war durch niedrige Marktpreise und schwachen Absatz unter Druck geraten. Hinzu kamen neue gesetzliche Anforderungen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden mussten, und die bereits in die Jahre gekommene Flüssigfütterungsanlage im Wartestall, die dringend erneuert werden musste. "Die Diskussionen mit unserem Tierarzt haben uns letztlich dazu bewogen, nicht nur eine grundlegende Sanierung des Stalls vorzunehmen, sondern auch den Sauenbestand komplett zu erneuern", erklärt Betriebsleiter Christoph H.
Die Entscheidung für den Umbau fiel im Juli 2021. Anschließend wurde innerhalb weniger Monate ein umfassendes Konzept entwickelt, das sowohl den physischen Stall als auch die gesamte Tierhaltung auf den Prüfstand stellte. "Unser Ziel war es, ein System zu schaffen, das nicht nur den aktuellen Standards entspricht, sondern auch zukunftssicher ist", so der Betriebsleiter. Dabei spielte der Gedanke der Effizienz und Tiergesundheit eine zentrale Rolle.
Die Zeit zwischen der Entscheidung und dem Beginn des Umbaus war kurz: Bereits im November 2021 begann der Verkauf des alten Sauenbestands sowie die ersten Demontagearbeiten. Parallel lief die Genehmigungsphase, ebenso wie der Förderantrag bei der BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung). "Wir wussten, dass wir schnell handeln müssen, um den Betrieb nicht zu lange stillzulegen", erinnert sich der Betriebsleiter. Tatsächlich war der Betrieb insgesamt acht Monate außer Betrieb – eine Zeit, in der intensiv an der Modernisierung gearbeitet wurde.
Im Dezember 2021 starteten die eigentlichen Sanierungsarbeiten: Das Güllesystem im Wartestall und im Jungsauenstall wurde vollständig erneuert und parallel dazu der Stall komplett gereinigt. "Sauberkeit und Hygiene sind in unserem Betrieb von höchster Priorität", erklärt der Betriebsleiter. Dabei spielte die genaue Planung der Sanierungsarbeiten eine entscheidende Rolle, um den Zeitplan einhalten zu können. Im März 2022 konnte der Betrieb schließlich wieder die ersten Jungsauen in den neuen Stall einführen.
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Der Umbau brachte zahlreiche Verbesserungen mit sich. So wurde unter anderem mit der Arena ein zusätzlicher Bereich gebaut, in dem die Sauen auf Stroh ihren Rangkämpfen nachgehen können, (und die Verletzungsfahr damit deutlich zu reduzieren) ohne sich dabei zu verletzen. "Das Wohl unserer Tiere liegt uns sehr am Herzen, deshalb haben wir bei der Planung darauf geachtet, dass die Sauen genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten haben", erläutert der Betriebsleiter. Die Tiere haben außerdem die Möglichkeit, sich in Fressliegebuchten zurückzuziehen und sich dort zu erholen.
Ein weiteres Highlight des neuen Stalls ist die Opti.Station, eine innovative Fütterungslösung, die es den Sauen ermöglicht, sich ihren Fressplatz selbst auszusuchen. Dies spart nicht nur Platz, sondern sorgt auch für eine individuell abgestimmte Fütterung der Tiere. "Durch die Opti.Station können wir sicherstellen, dass jedes Tier genau die Menge an Futter bekommt, die es benötigt", betont der Betriebsleiter.
Nicht nur für die Tiere, auch für die Mitarbeiter des Betriebs hat sich der Umbau gelohnt. Dank modernster Technik sind die Arbeitswege nun kürzer und effizienter. "Unser Ziel war es, die Arbeitsabläufe so zu optimieren, dass unsere Mitarbeiter möglichst wenig unnötige Wege gehen müssen", so Christoph. Die komplette Fütterung der Tiere wird nun automatisiert und digital gesteuert. "Das System erfasst präzise Futterdaten, die uns genaue Informationen über das Fressverhalten der Tiere liefern", erklärt er.
Dabei spielt auch die Opti.Mum, ein automatisiertes Fütterungssystem, eine zentrale Rolle. Dieses System wurde erst wenige Monate vor dem Umbau eingeführt und ermöglicht eine individuelle Fütterung jeder Sau im Abferkelstall. "Durch die automatisierte Fütterung reduzieren wir Futterverluste und haben gleichzeitig eine bessere Kontrolle über die Tiergesundheit", erläutert der Betriebsleiter. Besonders wichtig sei dabei die Hygiene, die durch das System gewährleistet wird.
Ein weiterer entscheidender Vorteil der neuen Stallsysteme ist die Möglichkeit, die Technik digital zu steuern. Über ein Tablet können die Mitarbeiter von überall auf die Daten der Tiere zugreifen und die Fütterung sowie andere Prozesse überwachen. "Die Digitalisierung hilft uns nicht nur, die Prozesse effizienter zu gestalten, sondern ermöglicht es uns auch, schneller auf Auffälligkeiten bei den Tieren zu reagieren", berichtet der Betriebsleiter. Selbst das Güllespülsystem lässt sich nun digital aktivieren, wodurch weitere unnötige Wege eingespart werden.
Eine zentrale Rolle bei der Sanierung des Stalls spielte der Partner WEDA, der das Unternehmen mit modernster Technik ausstattete. Besonders die Opti.Station sowie die Nutrix, ein Fütterungssystem für Ferkel, überzeugten den Betrieb. "Die Nutrix hat uns durch ihre Vielseitigkeit begeistert. Sie bietet eine 24-Stunden-Versorgung der Ferkel im Abferkelstall, was für uns enorm wichtig ist", erzählt der Betriebsleiter. Durch die exakte Mischung der Futterkomponenten wird eine hohe Homogenität in den Würfen erreicht, was zu einer besseren Gesundheit der Tiere führt.
Trotz der vielen Vorteile, die der Umbau mit sich brachte, stand der Betrieb vor einigen Herausforderungen. "Es war wichtig, dass alle Mitarbeiter im Betrieb die neuen technischen Systeme verstehen und auch nutzen können", erklärt der Betriebsleiter.
Für die Zukunft sieht sich der Betrieb jedoch gut gerüstet. Mit einem modernen Stall, der durchdachten Raumkonzeption und der digitalen Steuerung hat das landwirtschaftliche Unternehmen die Weichen für eine erfolgreiche und nachhaltige Schweinezucht gestellt. Die neuen Systeme sorgen nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für jede Menge Tierwohl. Mit diesen umfassenden Maßnahmen hat sich der Betrieb fit für die Zukunft gemacht und kann den kommenden Herausforderungen in der Schweinehaltung selbstbewusst entgegensehen.
Haben Sie Fragen zur Opti.Station oder unseren Lösungen? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne